


Weitere Informationen zum Netzwerk und zur Kampagne:
Netzwerk Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010c/o
Vera Dwors
EXILE Kulturkoordination e.V.
Wandastr. 9
5136 Essen
Fon: +49-201-747988-30
Auftakt in Essen
am 06. Juni fand die Auftaktveranstaltung in Essen statt.
Dokumente zum Downlaod
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Mitglieder des Netzwerkes
Agenda-Büros der Städte Dinslaken, Dortmund, Oberhausen - AllerWeltHaus Hagen - Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) der Evangelischen Kirche von Westfalen - Eine Welt Netz NRW - Eine Welt Forum Essen - Eine Welt Zentrum Herne - Eine Welt Netz Oberhausen - EXILE Kulturkoordination - FUGE Hamm - Infostelle "Dritte Welt" des Ev. Kirchenkreises Duisburg - Informationszentrum Dritte Welt Dortmund - Misereor Arbeitskreis Essen-Überruhr - Gemeindedienst für Mission und Ökumene der EKiR Westliches Ruhrgebiet - Grüne Jugend NRW - ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V.
Netzwerk Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010
Gegen ausbeuterische Kinderarbeit und für Faire Beschaffung
Im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 präsentiert sich das Ruhrgebiet als Modellregion für Europa. Engagierte aus Weltläden, Agendabüros, Eine-Welt-Zentren, kirchliche Einrichtungen usw. haben sich zum Netzwerk Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zusammengeschlossen, damit das Thema "Eine Welt" auch ein Thema der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 wird. Ein Ziel ist es, das Ruhrgebiet mittelfristig zu einer fairen Metropole zu machen, die in der öffentlichen Beschaffung Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit vermeidet und verstärkt Produkte aus fairem Handel verwendet. Das neu gegründete Netzwerk sieht diesen historisch einmaligen Zusammenschluss von 53 Städten und Gemeinden als Chance, die globale Verantwortung von Kommunen in Europa zu verdeutlichen.
Bei diesem besonderen Anlass, soll deshalb auch ein besonderes Zeichen gesetzt werden: Alle Kommunen der Kulturhauptstadt 2010 sollen sich dazu verpflichten, auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in ihrer Beschaffung zukünftig zu verzichten. Angesichts des enormen Auftragsvolumens der beteiligten Kommunen, kann damit der Veränderung Ihrer Beschaffungspraxis, einen wesentlicher Beitrag zum Schutz von Kindern weltweit vor Ausbeutung und gesundheitlichen Gefahren geleistet werden. Allerdings muss diese Maßnahme daran gekoppelt werden, dass die Kommunen zukünftig verstärkt auf Produkte zurückgreifen, die fair gehandelt sind oder die zumindest unter der Einhaltung von sozialen Mindestkriterien, wie z.B. existenzsichernde Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter, hergestellt wurden. Denn nur so kann dauerhaft sichergestellt werden, dass Kinder nicht arbeiten müssen.
Im Ruhrgebiet haben bereits viele Kommunen erste Schritte gegen ausbeuterische Kinderarbeit unternommen. Sie trinken fair gehandelten Kaffee, verschenken faire Blumen oder fordern Nachweise über die Herkunft der Produkte. Mit dieser neuen Initiative sollen diese Bemühungen weiter gestärkt und gebündelt werden.
Um ein Zeichen auf europäischer Ebene zu setzen, soll dieses vielfältige Engagement gegen ausbeuterische Kinderarbeit in einen Beschluss aller 53 Kommunen münden: der MAGNA CHARTA RUHR.2010. In einer feierlichen Zeremonie sollen alle 53 Stadtoberhäupter der Kulturhauptstadt, am 12. Juni 2010, dem internationalen Tag gegen ausbeuterische Kinderarbeit, das Dokument unterzeichnen. Die Stadt Dortmund hat bereits ihre Zusage als Gastgeberin für diese Veranstaltung gegeben.


